Archiv 2018

Finden Sie hier das Programm zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur im Burgenland der vergangenen Jahre

EDJC 2018

Übersicht des Programms 2018
Eisenstadt | Kittsee | Frauenkirchen | Mattersburg | Deutschkreutz | Kobersdorf | Lackenbach | Rechnitz | Stadtschlaining | Oberwart | Güssing

Zum neunzehnten Mal wurde heuer der Europäische Tag der jüdischen Kultur in Europa begangen, und das Burgenland war zum fünften Mal wieder mit dabei. Auch heuer konnte wieder ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm organisiert werden. Dank den verschiedenen MitveranstalterInnen und durch die Beteiligung von lokalen Initiativen wurden diesmal in allen 11 ehemaligen jüdischen Gemeinden des Burgenlandes Führungen, Vorträge, Filme und Buchpräsentationen angeboten.

Archiv 2017

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EDJC 2017

Übersicht des Programms 2017
Eisenstadt | Kittsee | Frauenkirchen | Mattersburg | Deutschkreutz | Kobersdorf | Rechnitz | Stadtschlaining | Oberwart

2017 wurde zum achtzehnten Mal der Europäische Tag der jüdischen Kultur in über 30 Ländern Europas begangen, und das Burgenland war auch 2017 wieder dabei. Dieses Jahr stand der Tag unter dem Thema „Diasporas“. Diesem Thema entsprechend wurden Veranstaltungen in einigen Orten mit ehemaligen jüdischen Gemeinden organisiert. Erstmals wurde heuer ein Bustransfer von Wien nach Deutschkreutz und weiter nach Kobersdorf angeboten. In der Wolf‘schen Privatsynagoge im Wertheimerhaus in Eisenstadt wurde ein Vortrag über die zentrale Bedeutung der Tora Schriftrollen in Synagogen angeboten. Unter dem Titel „Diaspora – Fremde und Heimat“ beleuchtete in Kittsee ein Vortrag die jüdische Diaspora und das jüdische Leben dieses Ortes. Anschließend führte ein Rundgang durch das ehemalige jüdische Kitt see. In Frauenkirchen bestand ebenfalls die Möglichkeit an einer Führung durch die jüdische Geschichte des Ortes teilzunehmen. Und in Mattersburg fand in diesem Jahr der Rundgang durch das ehemalige jüdische Mattersburg seinen Abschluss im „70er Haus der Geschichte“, wo der „Berczeller Ausstellungsraum“ zu Ehren des bekannten jüdischen Mattersburger Arztes vorgestellt wurde. Die Sopranistin Lisa Rombach präsentierte in Deutschkreutz Lieder von Komponisten jüdischer Herkunft. Begleitet wurdr sie von Alejandro Picó-Leonís am Klavier. Zu hören waren bei der Matinee unter anderem Werke des Deutschkreutzer Komponisten Carl Goldmark, sowie von Alexander v. Zemlinsky, Viktor Ullmann, Erich Zeisl und anderen. In Kobersdorf wurde am Europäischen Tag der jüdischen Kultur das „Mahnmal für die im Jahr 1938 vertriebenen jüdischen Bewohner von Kobersdorf“ unter der Mitwirkung von Landesrat Mag. Norbert Darabos in Vertretung von Landeshauptmann Hans Niessl, feierlich eröffnet. Im Süden des Burgenlandes wurden auch dieses Jahr wieder Vorträge und Rundgänge in Rechnitz und Stadtschlaining angeboten. Im Offenen Haus Oberwart (OHO) wurde zeitversetzt am 23. September die Premiere des Theaterstückes „Ein einziges Leben“ der Regisseurin Katrin Hammerl aufgeführt. Das Stück basiert auf lebensgeschichtlichen Erinnerungen jüdischer BurgenländerInnen, die von der Burgenländischen Forschungsgesellschaft 2004 im Buch „Vertrieben. Erinnerungen burgenländischer Juden und Jüdinnen“ veröffentlicht wurden. Ebenfalls im OHO wurde die Ausstellung „Sehnsuchtsort Heimat“ am 8. Oktober eröffnet. Internationale KünstlerInnen und künstlerische Akti vistInnen aus den Volksgruppen wurden eingeladen, den Begriff „Heimat“ sowie den „Erfahrungshorizont verlorene Heimat“ mit künstlerischen Mitteln zu hinterfragen und zu interpretieren.

Archiv 2016

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Übersicht des Programms 2016
Eisenstadt | Kittsee | Frauenkirchen | Mattersburg | Deutschkreutz | Kobersdorf | Rechnitz | Stadtschlaining | Oberwart

Zum siebzehnten Mal wurde heuer der Europäische Tag der jüdischen Kultur in 35 Ländern Europas begangen, und das Burgenland war zum dritten Mal wieder mit dabei. Der große Zuspruch zu den Veranstaltungen in den vergangenen zwei Jahren hat uns darin bestärkt, auch dieses Jahr wieder an diesem europaweiten Event teilzunehmen. Dank den Mitveranstaltern und durch die Beteiligung von lokalen Initiativen konnte auch heuer wieder ein reichhaltiges Programm in verschiedenen ehemaligen jüdischen Gemeinden des Burgenlandes angeboten werden.
Neben geführten Rundgängen, die immer wieder Neues in der lokalen Geschichte entdecken lassen, wurden dieses Jahr zwei neu errichtete Erinnerungsstätten im Burgenland vorgestellt. In Frauenkirchen ist es der „Garten der Erinnerung“ am Standort der ehemaligen Synagoge, wo im Zuge der Bauarbeiten die Grundmauern der alten Synagoge entdeckt wurden. Und in Mattersburg wird der Erinnerungsweg eröffnet, der durch die jüdische Geschichte des Ortes führt.
In Kittsee widmete sich ein Vortrag dem Jiddischen im deutschen Sprachgebrauch. In Eisenstadt konnte im Österreichischen jüdischen Museum ein Vortrag über die Wolf’sche Privatsynagoge und die Besonderheiten des burgenländischen Judentums besucht werden. Im Landesmuseum stand der Sándor-Wolf-Gedenkraum zur Besichtigung offen. Der ältere jüdische Friedhof in Eisenstadt lud BesucherInnen ein, über ihre Smartphones Informationen über die Bestatteten und die Grabinschriften abzurufen. Die Digitalisierung der Grabsteine wurde erst Ende des letzten Jahres abgeschlossen und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Rahmen des „Jahres der kulturellen Vielfalt Burgenland“ führte am Europäischen Tag der jüdischen Kultur eine Busreise zu den mittelburgenländischen Orten Kobersdorf, Lackenbach und Deutschkreutz. TeilnehmerInnen dieser Tour konnten die jüdische Geschichte dieser Gemeinden kennen lernen. Mit dieser Veranstaltung wurde auch die Bedeutung des Judentums für die kulturelle Vielfalt in der Geschichte des Burgenlandes hervorgehoben. In Deutschkreutz nahm die Tochter einer vertriebenen Deutschkreutzer Familie am Rundgang teil. Lutz Elija Popper aus Oberwart war in Kobersdorf zu Gast und las aus seiner Autobiografie. Im Süden des Burgenlandes luden zwei geführte Rundgänge durch die jüdische Geschichte in Rechnitz und Stadtschlaining ein.

Archiv 2015

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Übersicht des Programms 2015
Eisenstadt | Kittsee | Frauenkirchen | Mattersburg | Deutschkreutz | Kobersdorf | Rechnitz | Stadtschlaining | Oberwart

Auf Initiative der Burgenländischen Forschungsgesellschaft wurde dieser Tag 2015 zum zweiten Mal auch im Burgenland begangen. Gemeinsam mit den Hauptkooperationspartner Burgenländische Volkshochschulen, dem Österreichischen Jüdischen Museum in Eisenstadt und dem Landesmuseum Burgenland, sowie in Kooperation mit weiteren lokalen Gedenkinitiativen wurde das Programm zusammengestellt.
Das von AEPJ ausgeschriebene Thema „Bridges“ war thematisch sehr breit, und so konnten in insgesamt 12 unterschiedliche Veranstaltungen in 9 Orten angeboten werden. Dabei stand die Vermittlung von neuesten Erkenntnissen der Forschung (Jüdischer Friedhof Eisenstadt), spezielle Einführungen in Gebräuche des Judentums (Wertheimer-Synagoge Eisenstadt), Vorträge zu Sammlungen hervorragender jüdischer Persönlichkeiten (Landesmuseum Eisenstadt) und das Leben und Werk jüdischer Komponisten (Kittsee), ein Gespräch und Diskussion mit einem Zeitzeugen (Kobersdorf), die Präsentation und Eröffnung eines neuen Gedenkweges (Oberwart) und allgemeine Rundgänge zu historischen Stätten lokaler jüdischer Geschichte und Kultur (Frauenkirchen, Mattersburg, Deutschkreutz, Stadtschlaining) am Programm. Damit umfasste der EDJC fast alle jene Gemeinden, die bis 1938 und der Zerstörung durch den Nationalsozialismus Sitz einer Israelitischen Kultusgemeinde waren.

Archiv 2014

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Übersicht des Programms 2014
Eisenstadt | Kittsee | Frauenkirchen | Mattersburg | Rechnitz | Oberwart

Ein Europäischer Tag der jüdischen Kultur im Burgenland? Diese Frage stellt sich unweigerlich in einem Land, das zwar auf eine reichhaltige jüdische Geschichte zurückblicken, aber auf keine jüdische Gegenwart verweisen kann. Jüdische Kultur ohne Juden? Geht das?
Tatsächlich erlebt das Thema seit den 1980er Jahre eine beachtliche Konjunktur in Europa. Die amerikanisch-jüdische Publizistin und Fotografin Ruth Ellen Gruber hat dafür den Ausdruck Virtually Jewish geprägt und in ihrem gleichnamigen Buch damit das Phänomen einer weitgehend von Nichtjuden für Nichtjuden in Europa „erfundenen“ jüdischen Kultur beschrieben. Dabei wendet sie sich nicht grundsätzlich gegen dieses Phänomen, kritisiert aber sehr wohl Auswüchse in der Art eines „Juressic Park of Judaism“, wie man sie da und dort zumindest in Ansätzen erkennen kann (Ruth Ellen Gruber: Virtually Jewish. Reinventing Jewish Culture in Europe. Berkeley 2002).
Die Veranstalter des ersten Europäischen Tages der jüdischen Kultur im Burgenland sind sich dieser Problematik bewusst. Wir haben daher die Rundgänge durch einige ausgewählte Stätten ehemaligen jüdischen Lebens im Burgenland Empty Spaces - Leerstellen genannt. Unter fachkundiger Führung wurden die Spuren jener Menschen aufgesucht, die bis zur ihrer Vertreibung 1938 Gebäude und Straßenzüge mit Leben erfüllten. Durch diese Spurensuche werden die Leerstellen mit Wissen und Erinnerung aufgefüllt und so wenigsten partiell dem Vergessen entrissen. Die Rundgänge waren mit dieser thematischen Ausrichtung auch ein Beitrag zum Burgenländischen Jahr der Baukultur.
Bei einer Matinee in Eisenstadt kamen Zeitzeugen zu Wort und erzählten von ihrer Kindheit im Burgenland, der Vertreibung durch die Nationalsozialisten und das Leben in der Emigration.
Das weitere Rahmenprogramm bot SchülerInnen aus Eisenstadt die Möglichkeit zu einem Gespräch und einer Diskussion mit einem Zeitzeugen in ihrer Schule.
Die Wanderausstellung Jüdische Lebensspuren an unserer Grenze – Zsidó sorsok a közös határon, die 2014 von der Burgenländischen Forschungsgesellschaft gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Österreich und Ungarn geschaltet wurde, war an Schulen in Eisenstadt und Oberwart zu sehen.