Burgenländer und Burgenländerinnen jüdischer Herkunft erzählen über ihre Kindheit, die Vertreibung und Flucht 1938 aus der Heimat, den Neubeginn in der Emigration und ihre Beziehungen zu Österreich heute.

Lebensgeschichten und persönliche Erinnerungen von Fritz Spiegl, Hanny Hieger, Andy Spiegl (Zurndorf), Jonny Moser (Parndorf), Eva Dutton (Neusiedl am See), Izchak Roth (Gols), Martha Mond, Gertrude Hoffer, Elisabeth Helfer, Lore Lizbeth Waller, Elisabeth S. Hirsch, Fred Poll, Josef Monath, Eugen Schneider (Eisenstadt), Leopold Redlinger, Josef Weiszberger (Mattersburg), Walter Arlen, Edith Arlen Wachtel, Daisy Davidow Berman (Bad Sauerbrunn), Mordechai Grünsfeld, Shlomo Galandauer (Lackenbach), Natalie Gluck (Deutschkreutz), Hans Deutsch (Köszeg), Alice Howson (Pinkafeld), Joseph P. Weber (Oberwart), Marietta Fluk (Stadtschlaining), Kurt Heinrich, Rudolf und Fedor Heinrich, Herta Balonga, Henny King (Großpetersdorf), Sofie Kobrinsky und Alicia Latzer (Güssing).

Mit einem Vorwort von Fred Sinowatz, einem Essay der in Mattersburg geborenen und in Israel lebenden Historikerin Milka Zalmon und einem kurzen Abriss zur burgenländisch-jüdischen Geschichte und Kultur von Gert Tschögl und Sabine Lichtenberger.

Meinen Kindern habe ich meine Geschichte erzählt, und nicht nur das. Die Jugend in Österreich, die heute in einem freien Land lebt, sie soll dessen gedenken, was gewesen ist, damit es nicht wieder geschieht. Deswegen sollte man soviel wie möglich darüber schreiben und publizieren. Und man sollte die Menschen einladen, die vertrieben wurden, um allen in Österreich zu zeigen, dass wir noch leben. Manche leben ja noch, wir haben Kinder und Enkel, und freuen uns, dass man in Öster-reich noch an uns denkt. Doch man sollte sich beeilen! (Izchak Roth im Interview)

Was mit den jüdischen Mitbürgern geschah wusste jeder – man sprach nur nicht darüber. (Fred Sinowatz im Vorwort)



Präsentation am 18. Mai 2004 im ORF Landesstudio Burgenland.
Fotos: Hans Wetzelsdorfer