Judith Jakowitsch
BILDUNGSBIOGRAFIEN
BURGENLÄNDISCHER
FRAUEN
Die Publikation wurde im
Rahmen der Grundtvig-Lernpartnerschaft
„Women Taking Chances. Frauen ergreifen Chancen“ erstellt
und mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert
Eisenstadt: 2010 (bfg:studies
Bd 8/ Jg 2010)
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Die Broschüre „Bildungsbiografien burgenländischer Frauen“ ist das Ergebnis der Projektaktivitäten der Burgenländischen Forschungsgesellschaft im Rahmen der Grundtvig-Lernpartnerschaft „Women Taking Chances“. Insgesamt fünf Forschungs-, Bildungs- und Fraueneinrichtungen aus Österreich, Deutschland, Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei haben zwei Jahre lang nationale Charakteristika in der Erwachsenenbildung der beteiligten Partnerländer sowie die Situation spezifischer weiblicher Zielgruppen analysiert und diskutiert.
Gemeinsames Ziel dieses europäischen Kooperationsprojekts war die Motivation von Frauen zur Teilnahme an Aktivitäten des lebenslangen Lernens durch entsprechende Aufbereitung erfolgreicher Beispiele. Die Burgenländische Forschungsgesellschaft entschied sich für die Darstellung des komplexen Zusammenspiels unterschiedlicher Einflussfaktoren auf die Entscheidung erwachsener Frauen für die Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme und ihrer vielfältigen Erfahrungen während der Ausbildungszeit.
Dadurch sollen einerseits in der Erwachsenenbildung tätige Personen in die Lage versetzt werden, ihre Angebote (Information, Beratung, Vermittlung, Qualifizierung) besser auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe abzustimmen. Andererseits möchten wir Frauen Wege aufzeigen, dass und wie verschiedene Hürden bewältigt werden können und welche Vorteile eine Aus- oder Weiterbildung auf persönlicher und beruflicher Ebene bringen kann.
Denn Hand in Hand mit den Überlegungen zur Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme gehen Unsicherheiten: Kann ich das überhaupt? Bin ich nicht schon zu alt, um noch etwas Neues anzufangen? Was nützt mir das eigentlich? Wer die Zitate der Interviewpartnerinnen liest, wird feststellen, dass alle Frauen diese Art von Selbstzweifeln kennen. Skepsis, die von Familienangehörigen oft noch verstärkt wird, denn auch diese sind verunsichert, wenn sich der gewohnte Alltag ändert, Aufgaben und Rollen vielleicht neu verteilt werden.
Hinzu kommen organisatorische Probleme. Wer kümmert sich um die Kinder, wenn ich weg bin? Gibt es eine öffentliche Verkehrsverbindung, eine Mitfahrgelegenheit oder brauche ich ein eigenes Auto? Kann ich mir das überhaupt leisten? Wo bekomme ich finanzielle Unterstützung?
Die Erfolgsgeschichten unserer Interviewpartnerinnen sollen Mut machen, sich der Bewältigung der mehr oder weniger zahlreichen Hürden zu stellen. Am Ende der Wunschausbildung steht vielleicht ein neuer Beruf, ein neues (Arbeits-)Leben. Auf jeden Fall aber, das Gefühl, etwas geleistet zu haben!
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