Traude Horvath, Eva Müllner (Hg.)
HART AN DER GRENZE
Burgenland und Westungarn
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Auf der einen Seite fallen
Mauern bzw. werden Grenzen abgebaut, auf der anderen Seite wird der Ruf nach Abgrenzung
immer lauter. Ein noch nie dagewesener Lokalpatriotismus, ein Bedürfnis nach
Selbständigkeit und nationaler Selbstbestimmung steht einem "grenzenlosen
Europa" gegenüber.
Eine Grenze trennt und ordnet
zu. Sie entscheidet über die staatliche Zugehörigkeit von Menschen. Die politische
Situation nach dem Zweiten Weltkrieg führte zu einer rigorosen Zweiteilung Europas. Eine
Trennlinie der politisch und wirtschaftlich unterschiedlichen Systeme war der
"Eiserne Vorhang". Die burgenländisch-westungarische Grenze stellte den
geographischen Schnittpunkt des zweigeteilten Europas dar.
Dieses Buch beinhaltet Vorträge
der Burgenländischen Forschungstage 1991 zum Thema "Grenzen" (G. Kohler, R.
Münz) und Referate der Veranstaltungsreihe ZAUN-GESPRÄCHE (M. Gottschling, H. Ritter, P.
Schneidewind, K. Soós, J. Tirnitz, M. Unger). Ein weiterer Beitrag faßt Ergebnisse eines
vom Bundesministerium für Wissenschaft in Auftrag gegebenen grenzüberschreitenden
Forschungsprojektes zusammen (T. Horvath, E. Müllner). Weitere Artikel behandeln
Spezifika der burgenländisch-westungarischen (J. Csenar, W. Jandrisits, A. Lang, M.
Schmelzer, J. Temmel, H. Wendelin).
Interviews mit drei
Bürgermeistern von Grenzorten (M. Horváth, Felsöcsatár/Gorniji Catar; P. Kiss,
Pornóapáti/Pernau; A. Resetar, Schachendorf/Cajta) erläutern die Situation in diesen
Gemeinden.
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