Andrea Berger, Alfred Lang (Hg.)
LANDWIRTSCHAFT IM BURGENLAND
Strukturen, Probleme, Perspektiven
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Im November 1993 fanden in Eisenstadt die siebten Burgenländischen Forschungstage zum Thema "Bauern - Regeln. Mit Europa in die Zukunft?" statt. Aus aktuellem Anlaß konzentrierten sich die Referate, Diskussionsrunden und Arbeitskreise zum damaligen Zeitpunkt auf die möglichen Folgen eines EU-Beitritts für die österreichische Landwirtschaft. Von dieser Veranstaltung ausgehend, wurde die vorliegende Publikation mit der Intention geplant, eine kritische Bestandsaufnahme der aktuellen Situation der burgenländischen Landwirtschaft zusammenzustellen. Der EU-Beitritt Österreichs ist hierbei nur einer von verschiedenen Schwerpunkten. Ziel dieses Buches ist es, einen Überblick zur Entwicklung und Struktur der burgenländischen Landwirtschaft zu liefern und die Vielfalt der Problemkreise aufzuzeigen. Die Autoren/innen befassen sich in ihren Beiträgen neben spezifisch burgenländischen Aspekten auch mit weiterreichenden Grundsatzfragen zum Thema Landwirtschaft.
Im einleitenden Aufsatz
reflektiert Bernhard Heindl ausgehend von einem Zitat Goethes und einem Bild Pieter
Bruegels den Wandel der bäuerlichen Arbeits- und Lebenswelt. Das Kapitel
"Entwicklung und Bedeutung der Landwirtschaft im Burgenland" umfaßt Beiträge
zu den Veränderungen der Agrarstrukturen im Burgenland seit 1945, verglichen mit anderen
Bundesländern (Christian Wutschitz), zur Bedeutung der für das Burgenland noch immer
sehr wichtigen Produktionssparte "Weinbau" (Josef Wohlfarth) und zu den
Auswirkungen des EU-Beitritts auf die burgenländische Landwirtschaft (Wolfgang
Jandrisits). Im zweiten Kapitel werden neben der österreichischen Agarmarktpolitik (Josef
Krammer) auch die soziale Situation der in der burgenländischen
Nebenerwerbslandwirtschaft beschäftigten Bevölkerung (Thomas Dax) und der
burgenländischen Bäuerinnen erörtert (Elfriede Fischer). Das letzte Kapitel wird von
grundsätzlichen Überlegungen zum heute oft werbewirksamen, aber häufig falsch
verstandenen Begriff der "Ökologie" in der Landwirtschaft eingeleitet (Ludwig
Maurer). Ein weiterer Aufsatz behandelt die Problematik von Veränderungen in der von
landwirtschaftlicher Nutzung geprägten Kulturlandschaft am Beispiel des
südburgenländischen Stremtales (Brigitte Gerger, Christoph Schauer). Den Abschluß
bilden die historische Beschreibung sowie die aktuelle Analyse des Biolandbaus im
Burgenland als eine wirtschaftliche Alternative zur konventionellen Landwirtschaft.
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