Werner Holzer, Ulrike Pröll (Hg.)
 

MIT SPRACHEN LEBEN
Praxis der Mehrsprachigkeit
 
 

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Thema der 6. Burgenländischen Forschungstage im Herbst 1992 auf Burg Schlaining war die gesellschaftliche Praxis der Mehrsprachigkeit in verschiedenen europäischen Regionen. Angehörige von Mehrheiten und Minderheiten diskutierten Rahmenbedingungen, Modelle und Perspektiven der Mehr-sprachigkeit in den Bereichen Kindergarten, Schule, öffentliche Verwaltung und Massenmedien. Die Autoren/innen – Experten/innen aus Wissenschaft und Praxis – beschreiben u.a. die Situation der Burgenländischen Kroaten/innen, der Ungarn/innen und Roma im Burgenland, der Kärntner Slowenen/innen, der ungarischen Minderheit in Prekmurje (Slowenien), der Lausitzer Sorben/innen (Deutsch-land), der Deutschen und Ladiner/innen in Südtirol, der Rätoromanen/innen in Graubünden (Schweiz), der Ungarndeutschen und der Slowenen/innen in der Region Friaul - Julisch Venetien (Italien).

Aspekte der Mehrsprachigkeit
Mit theoretischen Aspekten der Mehrsprachigkeit, dem Verhältnis von Sprache und Identität sowie sprachpolitischen Überlegungen befassen sich Albert F. Reiterer, Claus Stephani, Erich Schneller und Peter H. Nelde.

Praxis der Mehrsprachigkeit
Die Beiträge von Kurt Egger, Heidi Derungs-Brücker und Cornelia Bintinger-Berlakovich setzen sich mit dem Stellenwert der Volksgruppensprachen und der zweisprachigen Erziehung im Kindergarten auseinander. Über gesetzliche Regelungen und Modelle der Mehrsprachigkeit im Schulwesen berichten Siegfried Baur, Ludwig Elle, Renata Mejak, Sonja Novak-Lukanoviè, Koloman Brenner, Andreas Racz, Willi Wohlrab und Edith Mühlgaszner. Zu rechtlichen Grundlagen der Verwendung von Volksgruppensprachen in der öffentlichen Verwaltung und Topographie bzw. deren Umsetzung geben die Beiträge von Werner Aufschnaiter, Tone Gasser, Bernard Cathomas und Franjo Schruiff Auskunft.

Die Aufsätze von Hugo Seyr, Pavel Stranj, Larissa Krainer und Peter Tyran informieren über Entwicklung, aktueller Situation und Perspektiven der Volksgruppensprachen in den Massenmedien.

Indikatoren der Mehrsprachigkeit
Eine tabellarische Übersicht im Anhang – zusammengestellt von Werner Holzer und Ulrike Pröll – enthält aktuelle Daten zur Praxis der Mehrsprachigkeit in den oben angeführten Ländern und Regionen.
 

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