Heinz Faßmann, Ulrike Pröll (Hg.)
 

Standort Burgenland
Probleme und Entwicklungschancen der Peripherie
 
 

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Mit dem Abbau des Eisernen Vorhangs und der politischen Neugestaltung Ost-Mitteleuropas schöpfen Österreichs Grenzgebiete neue Hoffnung auf einen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen (Wieder-)aufstieg. Nach 45 Jahren Randlage besteht die Chance, Zentralität zu gewinnen. Einigen Regionen wird dies auch gelingen. Andere jedoch werden periphere Regionen bleiben. Zentrum- und Peripherie-Gegensätze sind eine systemimmanente Erscheinung einer markt-, aber auch planwirtschaftlichen arbeitsteiligen Gesellschaft. Entscheidend sind das Ausmaß des Zentrum-Peripherie-Gefälles sowie die politischen Maßnahmen seiner Minderung.

Der erste Abschnitt des Bandes "Standort Burgenland. Probleme und Entwicklungschancen der Peripherie" beinhaltet die Diagnose. Was sind Kennzeichen einer Peripherie, eines peripheren Raumes? Wie kommt es zur Peripherisierung, welche Prozesse sind dafür verantwortlich zu machen? (Beiträge von H. Faßmann, H. Hofmann, G. Palme, W. Jandrisits, H. Wedral).

Der zweite Abschnitt des Sammelbandes befaßt sich mit der Therapie. Was kann gegen den Prozeß der Peripherisierung unternommen werden? Welche regionalpolitischen Maßnahmen haben sich bewährt, welche Maßnahmen scheinen weniger wirkungsvoll zu sein? (Beiträge von H. Bratl, R. Klien, E. Deinhofer).

Die "Therapie-Diskussion" wird klarerweise auch spezifisch mit Blick auf die burgenländischen Verhältnisse geführt. Es wird über konkrete Maßnahmen der Burgenländischen Landesregierung berichtet, ferner über lokale und regionale Initiativen im Sinne des Konzepts der endogenen Regionalentwicklung. Der dritte Abschnitt faßt diese burgenlandspezifische Therapiediskussion zusammen (H. Sipötz, F. Artner, P. Eitzenberger, E. Brix, R. Lukesch, U. Pröll).

Die Abgrenzung peripherer Gebiete ist immer relativ, also immer nur im Vergleich zu Zentralräumen zu sehen. Im gesamteuropäischen Maßstab würde daher das Burgenland wahrscheinlich als zentrale Region eingestuft werden. Die Situation "echter" europäischer Peripherien ist daher um einiges dramatischer. Im vierten Abschnitt wird daher ein Blick über die Grenzen gewagt und darüber berichtet, welche Strategien mit welchem Erfolg zur Anwendung gelangen. Diese "europäische" Ansicht muß zwangsweise punktuell bleiben. Dennoch zeigt sie klare Rezepte für eine erfolgreiche Regionalpolitik (Beiträge von J. Maier und G. Troeger-Weiss, G. Löwen, T. Katemann und J. Smit).

Den Anhang des Bandes bildet ein ausführlicher Tabellenteil mit aktuellen Daten über Wohnbevölkerung und Altersstruktur, Wohnbevölkerung nach sozio-ökonomischer Kategorie, Sektorale Gliederung der Berufstätigen, Struktur der Landwirtschaft, Pendelwanderung, Gebäude- und Wohnungsstruktur.

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