Referent*innen der aktuellen Veranstaltung

Mag. Dr. Gerhard Baumgartner
Studierte Englisch, Geschichte und Uralistik an der Universität Wien, Lektor an verschiedenen Universitäten, von 2014 bis 2023 Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Zu seinen thematischen Schwerpunkten zählen neben der Verfolgungsgeschichte der Roma* und Sinti* auch der Umgang der Republik Österreich mit der NS-Vergangenheit, die Geschichte der nationalen Minderheiten des Burgenlandes sowie der Widerstand und die Verfolgung 1938 bis 1945.

Prof. em. Dr. Wolfgang Benz
Bis 2010 Professor für Zeitgeschichte an der Technischen Universität Berlin. 1990 bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. 1969 bis 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München. Zahlreiche Gastprofessuren an mehreren Universitäten, u.a. an der Universität Wien. 1985 Mitbegründer der Dachauer Hefte und seither Mitherausgeber; außerdem seit 1992 Mitherausgeber der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft und seit 2002 des Handbuchs der deutschen Geschichte. Autor vieler Standardwerke zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust sowie (Mit-)Herausgeber unzähliger Publikationen zu diesen Themen. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen u.a. 1992 den „Geschwister-Scholl- Preis“ und den Preis „Das politische Buch“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Dr. Herbert Brettl
Studium der Geschichte und Geographie an der Universität Wien. Lehrt am Gymnasium Neusiedl am See, ist Lehrbeauftragter an der PH-Burgenland und Mitarbeiter des Projektes „erinnern.at” sowie Projektleiter der „Initiative Erinnern Frauenkirchen“. Er publizierte zur burgenländisch/westungarischen Zeitgeschichte und engagiert sich im Weiteren als Kurator von zeithistorischen Ausstellungen und als Herausgeber der Buchreihe „Burgenländische Lebensgeschichten“.

Dr.in Karola Fings
Studium der Geschichte, Osteuropäischen Geschichte und Germanistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 2001 bis 2020 wissenschaftliche Angestellte und stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Seit 2020 leitet sie an der Forschungsstelle Antiziganismus, die am Historischen Seminar der Universität Heidelberg angesiedelt ist, das Projekt „Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa“ und seit Anfang 2026 das Projekt „Edition zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa“. Sie ist Mitglied der deutschen Delegation bei der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA).

Kinga Frojimovics, PhD
Kinga Frojimovics ist eine Historikerin und Archivistin, Leiterin des Archivs am Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI). Ihre Forschungstätigkeit ist der Geschichte des Holocaust in Ungarn, den jüdischen religiösen Bewegungen in Ungarn und der Katalogisierung von Archivmaterial zum ungarischen Judentum und dem Holocaust gewidmet. Sie hat mehrere Monografien und zahlreiche Fachartikel, sowie mehrere Bände als Herausgeberin publiziert.

Mag.a Jutta Fuchshuber
Studierte Geschichte an der Universität Wien, 2014 bis 2017. Mitarbeiterin in der Abteilung Restitutionsangelegenheiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. In verschiedenen Ausstellungs- und Forschungsprojekten aktiv. 2019 NS-Provenienzforscherin an der Universität Wien, 2025 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und seit 2026 beim Heeresgeschichtlichen Museum Wien. Forschungsschwerpunkte, u.a.: Enteignungen in Österreich, Deutschland und in den Niederlanden, NS-Zwangsarbeit und die strafrechtliche Verfolgung, NS-Täter*innenforschung, NS-Lagersystem (vor allem Österreich, Tschechien und Polen) und Gedenkstätten und Biografieforschung.

Mag. Dr. Michael Hess
Studierte Geschichte und Sozialkunde sowie Deutsch an der Universität Wien, Dissertation am Institut für Zeitgeschichte. Seit 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Burgenländischen Landesbibliothek. In dieser Funktion kann er auf zahlreiche Veröffentlichungen in Bezug auf die burgenländische Zeitgeschichte verweisen.

Mag.a Mirjam Karoly
Mirjam Karoly ist Politologin mit Fokus auf Menschenrechte und Minderheiten. Sie leitete von 2013 bis 2017 die OSZE Kontaktstelle für Roma- und Sinti-Fragen beim Büro für Menschenrechte und Demokratisierung in Warschau und ist gegenwärtig die Büroleiterin des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI). Davor war sie unter anderem Senior Adviser für Minderheitenrechte in der OSZE-Feldmission im Kosovo. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Roma* in Europa, die Situation von Minderheiten und vertriebener Roma* in Konflikt- und Post-Konflikt Situationen. Sie setzt sich für die Rechte der Roma* ein, ist Mitglied der Österreichischen Delegation zur Internationalen Holocaust Remembrance Alliance, des Volksgruppenbeirates der Roma in Österreich und Ehrenmitglied von Romano Centro.

Mag. Johann Kirchknopf
Studium der Geschichte und Rechtswissenschaften an der Universität Wien. 2006/07 Gedenkdienst am London Jewish Cultural Centre; 2007 bis 2013 Vorstandsmitglied des Vereins GEDENKDIENST. 2013 bis 2025 mit Unterbrechungen wissenschaftlicher Mitarbeiter von Qwien – Zentrum für queere Geschichte im Rahmen von Forschungsprojekten zur NS-Homosexuellenverfolgung. 2014 bis 2017 Universitätsassistent praedoc am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte; anschließend mehrfach Lehrbeauftragter an der Universität Wien. 2019 bis 2021 Assistent des Kurators der Ausstellung „Wir sind 100. Burgenland schreibt Geschichte“. Seit 2025 Mitarbeiter der Burgenländischen Forschungsgesellschaft im Rahmen des Projekts „Smart Map of Jewish History“.

Prof.in Dr.in Éva Kovács
Interim Direktorin Wissenschaft des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) und Research Professorin im Zentrum für Sozialwissenschaften/Exzellenzzentrum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest. Studium der Ökonomie und Soziologie an der Corvinus Universität Budapest. Ihre Forschungsfelder sind Geschichte und Geschichtsschreibung des Holocaust in Osteuropa, Gedächtnis- und Erinnerungsforschung, jüdische Identität in Ungarn und der Slowakei und Studien zur Roma* und Sinti*. Sie veröffentlichte unzählige Bände und Beiträge zu diesen Themen und (co-)kuratierte mehrere Ausstellungen in Budapest, Berlin, Bratislava, Krems, Prag, Warschau und Wien. Gründerin des Archivs „Voices of the Twentieth Century“ in Budapest.

Dr. Andreas Kranebitter
Studium der Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Wien. 2006 bis 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. 2014 bis 2017 Universitätsassistent am Institut für Soziologie der Universität Wien. 2017 bis 2020 Leiter der Forschungsstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. 2020 bis 2023 geschäftsführender Leiter des Archivs für die Geschichte der Soziologie an der Universität Graz, 2021 Gastprofessor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Seit April 2023 Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Zahlreiche Publikationen und Forschungsprojekte zu den Themen: Nationalsozialistische Konzentrationslager, Historische Soziologie, Geschichte der Soziologie, Widerstand und Verfolgung 1938 bis 1945, Umgang der Republik Österreich mit der NS-Vergangenheit. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Alfred Lang, BA
Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien. 1995 bis 2024 Geschäftsführer der Burgenländischen Forschungsgesellschaft sowie Fachbereichsleiter Zeitgeschichte und politische Bildung. Koordination und Leitung diverser europäischer Bildungsprojekte. Mitglied des Programmbeirates für die Synagoge Kobersdorf. Forschungsschwerpunkte: Grenzraum Burgenland, Regionalentwicklung, Nationalsozialismus und Vertreibung der Burgenland-Juden.

Dr. Philipp Mettauer
Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Wien, Madrid, Salamanca und Basel, mehrjähriger Forschungsaufenthalt in Buenos Aires. Forschungsschwerpunkte: Österreichisch-jüdische Emigration nach Argentinien, Remigration nach Österreich, Shoah und Nationalsozialismus im Familiengedächtnis, Zwangsumsiedlung der Wiener Jüdinnen und Juden in Sammelwohnungen, Psychoanalyse und Psychotherapie in Westdeutschland nach 1945, „Arisierungen“ und Rückstellungen, Provenienzforschung, Buchhandel in der NS-Zeit, ehemalige Synagoge und Nationalsozialismus in St. Pölten, NS-Euthanasie und Medizinverbrechen in den „Heil- und Pflegeanstalten“ Am Steinhof, Mauer-Öhling und Gugging, NS-Volksgemeinschaft und Lager in Niederösterreich, wissenschaftliche Grundlagen zum Lern- und Gedenkort im Landesklinikum Mauer bei Amstetten.

Assoz. Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in Ursula Mindler-Steiner
Studierte Geschichte und „Europa“-Fächerkombination an den Universitäten Graz und Uppsala. Seit 2012 arbeitet sie an der Andrássy Universität Budapest und seit 2024 ist sie habilitiert und Assoziierte Professorin an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. jüdische Geschichte, Nationalsozialismus, Minderheiten (v.a. Roma*), Biographien, Grenzraum Burgenland, Österreich und Ungarn (19./20. Jhdt.). Sie hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht.

Priv.-Doz. Mag. Dr. Peter Pirker
Studium der Politikwissenschaft, Völkerkunde und Geschichte an der Universität Wien; 2022 an der Universität Klagenfurt mit einer kumulativen Habilitationsschrift über den Umgang mit Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg in Österreich zwischen 1945 und 2018 habilitiert. Seit 2024 wissenschaftlicher Mitarbeiter im kärnten.museum und am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck; 2026 Gastprofessur am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Davor zahlreiche Forschungsprojekte im In- und Ausland. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: NS-Herrschaft und Nachkriegspolitik in Österreich und im Alpen-Adria-Raum, Widerstand und Geheimdienste im Zweiten Weltkrieg, Vergangenheits- und Geschichtspolitik sowie historische Forschung zu Migration, Exil und Asyl.

Walter Reiss
Walter Reiss studierte Publizistik und Politikwissenschaft in Wien. 1974 bis 2014 Redakteur, Regisseur und Gestalter beim ORF, produzierte u.a. 50 TV-Dokumentationen der Serien Österreichbild und Erlebnis Österreich. Burgenländischer Journalistenpreis 2000. Moderator und Publizist zu politischen und gesellschaftspolitischen Themen, u.a. zeitgeschichtliche Filmdokumentation mit Zeitzeug*innen zum Jahr 1938.

Michael Schreiber
Studium der Geschichte und Geographie an der Universität Wien, Studium Burgenlandkroatisch/Kroatisch an der PPH Burgenland. Seit 2018 Mitarbeiter und seit 2025 Geschäftsführer und Fachbereichsleiter der Burgenländischen Forschungsgesellschaft. 2021 freiberuflicher Mitarbeiter des ORF, Aufbereitung der Burgenländischen Geschichte für Radio, Fernsehen und Internet. Zahlreiche Podcastproduktionen und Vorträge zu Themen der burgenländischen Geschichte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen v.a. im Bereich der burgenländischen Volksgruppen.

Mag. Florian Schwanninger
Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Salzburg. Seit 2014 Leiter des Gedenkorts Schloss Hartheim, wo er seit 2005 tätig ist. Er beteiligte sich am Aufbau der Opferdatenbank des Gedenkorts, forschte und publizierte zur Geschichte der ehemaligen NS-Tötungsanstalt Schloss Hartheim und ebenso zu Biografien von Opfern dieser Anstalt. Seit 2018 ist er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für die Neukonzeption der Gedenkstätte Hadamar in Hessen, wo das nationalsozialistische Regime eine weitere Tötungsanstalt betrieb.

Mag. Patrick Siegele
Patrick Siegele hat in Österreich, Großbritannien und Deutschland Deutsche Philologie, Musikwissenschaft und Museumsmanagement studiert. Von 2014 bis 2021 war er Direktor des Anne Frank Zentrums, der deutschen Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Holocaust Education sowie der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit. Patrick Siegele war zwischen 2015 und 2017 Koordinator des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus (beauftragt vom Deutschen Bundestag). Seit Juni 2021 ist Patrick Siegele Leiter des Fachbereichs „Holocaust Education“ beim OeAD – Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung. Er ist Mitglied der österreichischen Delegation der International Holocaust Remembrance Alliance – IHRA.

Dr.in Monika Sommer-Sieghart
Studierte Geschichte sowie in Kombination Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte und Germanistik in Graz und Wien. 1999 bis 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 2002 bis 2003 Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften. 2003 bis 2008 Assistentin des damaligen Direktors des Wien Museum, an dem sie 2009 bis 2013 als Kuratorin wirkte. 2009 verantwortete sie im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Linz gemeinsam mit Heidemarie Uhl und Dagmar Höss das Projekt „Insitu. Zeitgeschichte findet Stadt“. 2014 bis 2016 Leiterin des Kulturprogramms des Europäischen Forums Alpbach, außerdem Kuratorin und Beraterin mehrerer österreichischer Museen. Seit 2006 Co-Leiterin des /ecm-Lehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit Februar 2017 ist sie Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich (hdgö).