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Alice Howson wurde 1920 als zweite Tochter von Béla und Isabella Holzer geboren. Ihr Vater leitete gemeinsam mit seinem Bruder eine große Schafwoll- und Deckenfabrik in Sinnersdorf, die vom Großvater gegründet wurde. Ihr Vater stand auch der Kurbad AG in Bad Tatzmannsdorf vor. In Wien absolvierte Alice ihre Schulausbildung, wechselte aber, da sie den wachsenden Antisemitismus zu spüren bekam, öfters die Schule. In der Nacht der Machtergreifung der Nationalsozialisten im März 1938 wurde ihr Vater verhaftet und eingesperrt. Unter psychischen und physischen Zwang musste ihr Vater den gesamten Besitz dem Deutschen Reich überschreiben und erklären, mit seiner Familie die Heimat für immer zu verlassen. Von den Torturen im Gefängnis, die auch von Leuten verübt wurden, die ihr Vater früher unterstützte, erholte sich ihr Vater nie ganz. Es gelang ihr ein Visum für sich und den Vater nach Palästina zu bekommen und kam im Sommer 1938 mit ihm in Haifa an. Im Dezember 1938 gelang es ihnen auch für die Mutter ein Visum für Palästina zu bekommen. Ihre Schwester Grete wanderte bereits vor dem März 1938 nach Palästina aus. Nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung in Palästina, begann sie in Haifa als Kindermädchen, Dienstmädchen und später beim Englischen Militär zu arbeiten. Ihr Vater starb 1946. Alice Howson bekam eine Anstellung bei der Iraq Petroleum Company, verließ diese aber, als mit der Gründung des Staates Israel die Firma Israel verließ. Im Jahre 1949 beschlossen sie und ihre Mutter für einige Zeit nach Wien zurückzugehen. In Österreich lernte sie ihren späteren Mann kennen und übersiedelte 1951 zu ihm nach England, wo sie eine Bekleidungsfabrik aufbauten. Alice Howson hat zwei Töchter, ihr Mann starb im Jahr 1999. April 2003 verstarb Alice Howson in Manchester.